Dieses Wochenende haben wir uns in aller Frühe aufgemacht um auf die berühmte Felsenfestung Masada zu klettern und von dort den Sonnenaufgang über dem Toten Meer zu sehen.
Hier das Tote Meer noch im Mondschein.
Masada ist ein großer Fels auf dem König Herodes eine Festung bauen ließ. Er selbst nutzte diese jedoch nie. Im römisch jüdischen Krieg im Jahre 66 eroberten einige Juden die Festung. Sie wurde der letzte Rückzugsort der Juden in dieser Region. Man sagt, ca. 12.000 Römer belagerten drei Jahre lang die knapp 1000 in der Festung lebenden Juden. Erst mithilfe einer großen Rampe gelang es den Römern irgendwann die Festung zu erreichen. Die Juden wählten allerdings lieber den Freitod, als unter den Römern in Gefangenschaft und Sklaverei zu leben. Masada ist folglich für die jüdische Geschichte ein Ort von besonderer Bedeutung. Bis vor kurzem wurden hier oben, mit dem Satz “Masada wird nie wieder fallen!” alle Soldaten vereidigt.
Es gibt einen kleinen gewundenen Fußweg auf den immerhin 350 m Hohen Berg. (und eine Seilbahn, die wir natürlich nicht genommen haben)
Leider war es sehr diesig über dem Toten Meer, so dass kein Sonnenaufgang zu sehen war. Am Toten Meer gibt es mindestens 300 völlig klare Tage im Jahr, wir mussten nun ausgerechnet… na ja, man kann nicht immer Glück haben.
Das Foto zeigt einen als Römer verkleideten Fremdenführer, der hier Vorträge für Schulklassen hält. Da drüber ist die aufgehenden Sonne…
Blick von Masada runter auf ein altes römisches Lager (das Quadrat in der Mitte, ist schwer zu erkennen und auch nicht sooo beeindruckend, aber hier gibt's nun mal nur Steine auf Steinen vor Felsen zu sehen… ich hab mal wieder gemerkt, so der richtige Archäologiefan bin ich nicht…)
Dann gings weiter zum Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde 411 m unter normal Null. (Selbst nach dem Aufstieg zur Festung war man noch nicht wieder bei Null…).
Diese Landschaft ist sehr merkwürdig aber auch beeindruckend, nur Steine, Sand, Salz und Sonne. Lebensfeindlich. Dazu kommt, dass sich das Tote Meer auch immer weiter zurückzieht und eine Mondlandschaft hinterlässt. Hier war einmal der Strand.
Alles was sich am Ufer befindet, wird vom Salz glasiert.
Dort zu schwimmen ist tatsächlich lustig. Also schwimmen triffst es nicht ganz. Man liegt im Wasser und lässt sich treiben. Man geht einfach nicht unter, egal was man macht… Und ja das mit der Zeitung geht wirklich… hier ein unbekanntes Pärchen beim Urlaubsfotosmachen.
Und dann gibt es hier noch angeblich heilsamen Schlamm. Ich glaub da nicht unbedingt dran, aber als Tourist macht man ja jeden Mist mit…

Ja, schade, dass mit dem Sonnenaufgang, aber der Mond sieht auch hammer aus!
AntwortenLöschenDas mit der Archäologie verstehst Du vllt. später auch noch und an den Schlamm muss man halt glauben ;)