Hier sagt man manchmal anstatt “Fahr zur Hölle”, “Fahr nach Gaza!”. Also dachten wir uns, machen wir das doch mal. Natürlich kommt man trotzdessen es zurzeit sehr ruhig ist, unter keinen Umständen in den Gazastreifen rein, was wir ja auch nicht wirklich wollten. Man kann aber auf einen Hügel in der Nähe der Grenze fahren. (Von wo aus unter anderem die Fernsehberichterstattung Anfang diesen Jahres stattgefunden hat.) Dort gibt es ein großes Militärdenkmal für ein Geschehnis aus den 50er Jahren. Hübsch mit Spielplatz, Toiletten und Grillplätzen angelegt.
Von dort aus kann man die recht weit entfernte Stadt Gaza sehen. Recht unspektakulär, könnte auch ein Randgebiet von Berlin sein, über brandenburgische Felder hinweg betrachtet…
Wenn man dann allerdings nach Sderot, der nächstgelegene israelischen Stadt fährt, sieht man leider, dass der friedliche Eindruck täuschte. Überall stehen Raketensichere Bushaltestellen und in fast allen Straßen stehen weitere überirdische Bunker. Das ist bedauerlicherweise dort wohl notwendig.
Noch deutlicher wird es, wenn man in der örtlichen Polizeistation die dort gesammelten Reste der Kassamraketen sieht. Davon dürfte keine älter als ein Jahr sein…

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